Hunde in der heißen Jahreszeit

 

Die wichtigsten Regeln für den Sommer

  1. Keine großen Anstrengungen (wie Radfahren oder Ballwerfen) in der prallen Sonne!
  2. Hunde tagsüber niemals im Auto lassen! Auch nicht bei geöffneten Scheiben. Auch nicht für eine Minute, denn aus dieser Minute kann bei einem Zwischenfall (z.B. im Supermarkt) ein für den Hund tödlicher Zeitraum werden.
  3. Immer ausreichend Wasser zum Trinken und eventuell zum Kühlen des Kopfes bereithalten!
  4. Futter um 25-30% reduzieren! Bei dicken Hunden bis 50 %!
  5. Spaziergänge und Training in die Morgen- und Abendstunden verlegen.
  6. Ozonbelastung im Wald kann für alte bzw. herzleidende Hunde problematisch werden.
  7. Ruhebedürfnis des Hundes beachten: Hunde brauchen nicht mehr als 90 Minuten Bewegung pro Tag. Dann aber mit voller Konzentration auf den Hund.
  8. Nach dem Bad im Teich den Hund gut abtrocknen und vor dem Schlafengehen für ein sauberes und trockenes Fell sorgen. (Ekzemgefahr!)
  9. Sorgfältige Fellpflege (Auskämmen der abgestorbenen Unterwolle) und eventuell eine deutliche Kürzung des Fells von seidenhaarigen Hunden (Malteser, Bichon Frisé, Pudel, sämtliche Doodles, Silky Terrier, usw.) erleichtern dem Hund das Leben in der heißen Jahreszeit sehr. (Rasseinformationen auf www.hundesalonbreitenfurt.at oder bei www.fairdog.at einholen!)

 

 

 

Offener Brief an Ulrike Sima

 

Sehr geehrte Frau Sima!

In Ihrem letzten KURIER-Interview (Mai 2019) haben Sie auf die Frage nach einem Zuchtverbot für Listenhunde gesagt, daran sei nicht gedacht. Ah ja.

Ein sehr lieber Freund, der nicht nur Sie, sondern auch meine Arbeit, meine Expertise und meine Liebe zu Hunden sehr gut kennt, hat mich einmal gefragt, ob er mir „eine Rutschen“ zu Ihnen legen soll. Ich hätte mich sehr darüber gefreut und ihnen in 20 Minuten sagen können, woran die Politik bei den Hundegesetzen scheitert. Sie aber haben mir darauf ausrichten lassen, dass es keinen Sinn hätte, mit Ihnen über das Thema Hund zu reden, weil Sie von der ganzen Sache nichts verstünden, dazu hätten Sie Fachleute; man würde sich mit mir in Verbindung setzen.

Frau Sima, wenn Sie „von der ganzen Sache nichts verstehen“, wie finden Sie dann ihre „Fachleute“? Ich kann die richtigen Fachleute nur finden, wenn ich von der Sache, für die ich deren Expertise brauche, auch etwas verstehe. Ihr gesamtes Handeln sieht für mich so aus, als hätten Sie die richtigen Fachleute noch nicht gefunden. Ihr „hartes Durchgreifen“ bei Verstößen zeigt ja, dass Sie beim Thema Hund gescheitert sind und nicht, dass sie gescheiter geworden sind.

Natürlich müssen disziplinlose Hundehalter so bestraft werden, dass sie spüren, dass sie für alles verantwortlich sind, was ihren Hund betrifft. Vor allem aber muss man bei den Haltern von „Listenhunden“ sehr viel früher ansetzen – und zwar BEVOR er den Hund in seine Gewalt gebracht hat: Sachkundenachweis, Leumundszeugnis (oder besser: psychologischer Test) vor der Anschaffung des Hundes, Nachweis einer artgerechten Unterbringung und Führung. Das alles gibt es in Ihren „Gesetzen“ nicht. Sie liefern Hunde deren Besitzern einfach aus. Das hat weder etwas mit Tierschutz noch mit Verantwortungsbewusstsein zu tun. Es ist einfach nur billig.

Auf unserer Website www.fairdog.at steht unter „Ziele des Clubs“ wie wir uns in groben Zügen ein wirksames Hundehaltergesetz vorstellen. Es beruht auf Wissen, neuesten Erkenntnissen, praktischen Erfahrungen, ständigem Dazulernen und einer aufrichtigen Liebe zu ALLEN Hunden. Ein DANKE für’s Anwenden wäre nett, muss aber nicht sein, solange Sie auf die richtigen Fachleute hören.

Bernd H. Pierstorff
Clubobmann fairdog
www.fairdog.at

 

 

Todesstrafe für Listenhunde: TV-Diskussion mit Bernd H. Pierstorff

 

Link zur TV-Diskussion vom 16. Mai 2019